PopFiSH 2016

 

Der PopFiSH 2016 ist ins Netz gegangen

Die Gewinnerband des Abends: The Oklahoma Kid

„Scharlatan“ von The Oklahoma Kid wird zum besten Musikvideo aus MV gekürt

Freitag, der 20.05.2016, 21 Uhr: Eine Traube von Menschen umringte den Eingang des li.wu. in der FRIEDA 23, um noch einen der sehr begehrten Plätze im Kinosaal zu ergattern – der Rest musste mit der Treppe Vorlieb nehmen, stehen oder eben draußen bleiben. Das Licht ging aus und nach der Eröffnung des diesjährigen PopFiSH durch den nordisch charmanten Moderator Ankers Maul hieß es auch schon „Film ab!“ für die ersten beiden Musikvideos.

Stille – ein Blick über die glatte Ostsee – ein Schriftzug am Horizont – Cut. Szenenwechsel. Ein musikalisch-fulminanter Einsatz in feinster Metal-Manier – flackernde Lampen – die Musiker von The Oklahoma Kid – mal in einem Keller, mal
im gespiegelten Gespensterwald in Nienhagen.

Was für ein Auftakt und was für ein Video! Das dachte sich auch die Jury, die in diesem Jahr aus Sandra Marschner (Regisseurin), Ingo Georgi (Produzent und Geschäftsführer von der KATAPULT Filmproduktion) sowie Golo Schmiedt (Radiomoderator und Musiker) bestand. Nach den zehn gezeigten Musikvideos entschied sie: Der PopFiSH 2016 für das beste Musikvideo aus MV geht an „Scharlatan“ von The Oklahoma Kid, bei welchem Pavel Trebukhin Regie führte. Sie gewannen ein Preisgeld in Höhe von 1.000 €, das vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur im Rahmen der Nachwuchskünstlerförderung gestiftet wurde. Doch auch das Publikum hatte ein Wörtchen mitzureden und kürte Jean-Pierre Gehrkes Video zu „Pflaster“ von Waving the Guns begeistert zu seinem Liebling.

Wir freuen uns über den Erfolg der Veranstaltung und bedanken uns herzlich bei allen HelferInnen.

PopFiSH ist eine gemeinsame Veranstaltung von PopKW und dem FiSH – Festival im StadtHafen.

Das Gewinner-Video des PopFiSH 2016

„Scharlatan“ von The Oklahoma Kid

…und noch ein paar Eindrücke des Abends

Die Jury 2016 (v.l.n.r.): Golo Schmiedt, Sandra Marschner und Ingo Georgi
Moderator Ankers Maul (l.) mit Jean-Pierre Gehrke (Regisseur des Publikumslieblings Waving the Guns mit „Pflaster“)
Die Preisverleihung des PopFiSH 2016 war heiß begehrt, denn das li.wu. in der FRIEDA 23 war prall gefüllt.

Der PopFiSH 2016 – Musikvideopreis für Mecklenburg-Vorpommern

PopKW geht FiSHn

Wenn der Landesverband für populäre Musik und Kreativwirtschaft M-V FiSHn geht, dann in der Hoffnung, dass ihm ein paar ordentliche PopFiSH*-Anwärter ins Netz gehen.

So auch dieser, der die Geschichte einer Märchenfee erzählt, die auf der Suche nach einem verwunschenen Gutshof ist. Auf ihrem Weg durch den Gespensterwald begegnet sie dem Oklahoma Kid und hört gerade noch seine Warnung vor dem Scharlatan, als sie plötzlich einen Werewolff durchs Unterholz streifen sieht. Von Angst erfüllt rennt sie um ihr Leben – vorbei an zwei Typen mit einem Kanu, die auf einem Feld verzweifelt den Weg zum Wasser suchen und vorbei an einer Bushaltestelle, wo sich eine maskierte Gang die Zeit vertreibt. Als sie mit dem trauernden Charlie Hübner zusammenstößt, verliert sie das Bewusstsein und schwebt in ihrer Fantasie mit einem Ballon der Sonne entgegen…

…klingt nach einer zu wilden und zu chaotischen Story für ein Musikvideo? Dann seht euch die zehn einzelnen, zu diesem Medley zusammengewürfelten Musikvideos doch in voller Länge am 20.05.2016 ab 21 Uhr im li.wu. in der FRIEDA 23 an.

*PopFiSH, der: Preis für Kurzfilme zur visuellen Umsetzung eines Musikstücks (auch Musikvideos genannt). Wird ein Mal jährlich an Bands / Filmemacher aus M-V verliehen.

PopFiSH 2016 – Die Jury

Ingo Georgi war in Berlin bei verschiedenen Filmproduktionsfirmen (DoRo, Blow Film) als Produktionsleiter und Creative Producer tätig, bevor er 2003 die Filmproduktionsfirma KATAPULT mitbegründete und deren Geschäftsführer wurde.
Er produzierte u.a. Musikvideos von Herbert Grönemeyer, Die Toten Hosen, Fettes Brot, Die Fantastischen Vier, Rammstein, Sido, Beatsteaks und Max Raabe, mit denen er zwei Echos (Rammstein 1998, Rosenstolz 2009) und einen Cometen (Silbermond 2010) gewann sowie diverse Gold und Platin Awards bekam.

Sandra Marschner

Nach ihrem Studium in den Fächern Publizistik, Germanistik und Linguistik begann Sandra Marschner als freie Redakteurin für die Musikpresse zu arbeiten und wurde später Redaktionsleiterin bei der DoRo Film- und Fernsehproduktion.
Seit 2003 arbeitet sie als freie Regisseurin. Musikvideos drehte sie für die KATAPULT Filmproduktion u.a. von Tokio Hotel, The Rasmus, Stefanie Heinzmann, Sunrise Avenue und Kim Wilde.
Auch Werbespots und Imagefilme für Telekom, VW und Mercedes-Benz sowie die Realisierung von Langformaten wie Kinderserien für Cartoon Network, gehören zu ihrem Repertoire.

Golo Schmiedt ist Radiomacher und Musiker. In Rostock verwurzelt, hat es ihn inzwischen nach Berlin verschlagen. Dort arbeitet er als Moderator beim Radiosender Fritz und Reporter für NDR1. In den Sendungen Soundgarden und Unsigned hat er fast täglich mit neuen Künstlern zu tun und bietet auch unbekannteren Talenten eine Plattform.  Bis vor Kurzem war er noch mit seiner Band The Love Bülow aktiv, mit der er  Auftritte mit Silbermond, Juli und Clueso gespielt hatte und in den TV-Sendungen „Inas Nacht“, „TV Total“ und „ZDF Morgenmagazin“ zu Gast war. Außerdem trat er mit dieser 2012 für Mecklenburg Vorpommern beim Bundesvision Songcontest an und belegte den achten Platz.

PopFiSH 2016 – Moderation

Ankers Maul zieht gewöhnlich mit seiner geschundenen Holzklampfe durch die Häfen des Landes, um sein hoch- und plattdeutsches Liedgut persönlich an den Mann zu bringen. Doch wenn es Gischt und Sturm zulassen, greift der Vokabeljauartist auch einfach zum Mikrofon und moderiert quer durchs Land. Von der kleinen Fischverkostung bis hin zur populären Luftgitarrenmeisterschaft findet er immer die passenden Worte, um die Gäste kurzweilig am Keschhaken zu halten.

PopFiSH 2016 – Workshop „Youtube killed the Videostar“

Datum: 20.05.2016

Ort: Medientreff in der FRIEDA 23

Zeit: 17 Uhr

Dozentin: Felicitas Cardenas

Kosten: übernimmt PopKW zu 100%

Anmeldung bis zum 19.05.2016

YouTube hat den Aufstieg vom Katzenvideoportal zum Content-Imperium geschafft und ist zugleich eigener Fernsehsender, soziales Netzwerk sowie Promo-Plattform.
Hier zockt die Oma ihr Lieblings-Online-Game und Sami Slimani zeigt sein WAHRES Leben…
Aber wie genau funktioniert die Plattform und wie können Musiker sie für sich nutzen? Immerhin gehört Musik neben Comedy zu den beliebtesten Themen auf YouTube. Können Musiker damit Geld verdienen? Wie funktioniert Urheberrecht auf YouTube? Wie pflege ich meinen Kanal? In diesem Workshop bringen wir etwas Licht ins Dunkel und versuchen Musikern den Weg durch den Video-Dschungel zu erleichtern.